Weihnachtsmann im Homeoffice?

Unsere neuen Schaufenster zeigen rote Zipfelmützen und rote Shorts mit stilisiertem Aufdruck eines bärtigen Mützenträgers und Ho-Ho-Ho!-Schriftzug. Und uns alle beschäftigt die bange Frage: Findet Weihnachten heuer überhaupt statt?

Bilder, die gleichzeitig einen Missstand aufzeigen und trotzdem amüsieren wollen, nennt man Vexierbilder. Die in ihnen versteckten Informationen erschließen sich erst bei intensiverer Betrachtung.
Mögliche Deutungsansätze zu unseren Weihnachtsschaufenstern:

  • Schau, schau! Der Weihnachtsmann im Homeoffice! Hippes Darunter!
  • Jetzt heißt es aufpassen, dass man keinen Schnupfen und keine Blasenentzündung bekommt!
  • Da feiern wir doch lieber ein stimmiges Weihnachten nach unseren Traditionen!
  • …? 

So oder so, das Team der Josefee-Apotheke wünscht Ihnen – heuer mehr denn je – ein ganz besonderes, gesundes und schönes Weihnachtsfest und alles Gute fürs Neue Jahr!

Reisigbüschel

Unsere neuen Schaufenster zeigen Reisigbüschel. Sind sie wirklich nur eine herbstliche Deko?

Gebündeltes Reisig kann man nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Reinigen verwenden. In diesem Zusammenhang sind auch die Besen von Perchten und Krampussen zu sehen, die einem hier vielleicht einfallen.
Reisigbürsten, wie sie unsere Auslagen zeigen, wurden früher zum Schrubben von Kochtöpfen usw. verwendet. Heute werden sie nur für Mittelalterfeste und -märkte oder als Deko angeboten.


Vom „Bio“-Standpunkt gesehen wären Reisigbündel in vieler Hinsicht den modernen Kunststoff-Putzgeräten überlegen: sie sind keimabweisender als Kunststoff und laden sich nicht so leicht auf.
Natürlich soll das kein Aufruf sein, auf praktische, moderne Reinigungsprodukte zu verzichten. Es lohnt sich aber, über gesundheits- und umweltverträgliche Putzgewohnheiten nachzudenken.

Mund-Nasen-Schutzmasken

In unseren herbstbunt wirkenden Schaufenstern sind Mund-Nasen-Schutzmasken das  beherrschende Thema. 

Auf den ersten Blick wirken sie fast wie Briefmarken aus vielen Ländern, doch es sind kleine Bilder unterschiedlichster Menschen, die alle einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Der Rahmen rundherum mag als Symbol dafür gelten, dass sie alle das Bestreben eint, sich und ihre Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. 

Urlaubszeit ist Reisezeit

Egal ob Fahrradtour, Reise mit Campingbus oder ab ins nächste Strandbad – Urlaub und Szenenwechsel gehören einfach zusammen.

Ebenso vielfältig wie die Urlaubsziele sind die „Packlisten“ dafür. Jede Reise ist anders! Besonders bei Hygiene- und Erste-Hilfe-Produkten kommt es daher auf die richtige Wahl an.


Es macht Sinn, sich in der Apotheke ein passendes Set zusammenstellen zu lassen.
Gerne informieren wir natürlich auch über alle Fragen der Reisemedizin (Impfungen, Transport von Medikamenten, Nebenwirkungen usw.).

Schutzmasken

In unseren Schaufenstern geht es um den gebotenen Mund/Nasen-Schutz.

Ein Mund/Nasen-Schutz signalisiert Verunreinigung und/oder Ansteckungsgefahr. Unser Augenmerk wird vermehrt auf Hygiene und die Stärkung des Immunsystems gerichtet.

Die „Maske“ sperrt uns auch ein bisschen mit uns selber ein. Das macht problembewusster…

Die Stoffmasken sind bei Andrea Radinger-Reisner, Tel: 0676 3224763, Mail: radinger@andrea-ultimate.com in verschiedenen Farben erhältlich sind.
Die Masken sind handgefertigt, waschbar bei 60°C und es kann ein zusätzlicher Filter eingeschoben werden.

Ihre Apotheke ist in allen Gesundheits- und Lifestyle-Fragen für Sie da!

Hypertonie

Zur Erinnerung: Der Idealwert des Blutdrucks liegt für Erwachsene bei 120/80 mm Hg. Werte über 140/90 mm Hg werden bereits als Bluthochdruck eingestuft. Als erstes Ziel sollte der Blutdruck daher unter diesen Grenzwert gesenkt werden, bei Patienten bis 65 Jahren unter 130/80 mm Hg (bei guter Verträglichkeit. Eine Blutdrucksenkung unter 120/70 mm Hg wird nicht empfohlen. 

Die Behandlung des Bluthochdrucks erfolgt in den meisten Fällen mit Kombinationspräparaten, die zwei oder mehrere Wirkstoffe  enthalten. Die einzelnen Wirkstoffe können in Kombination niedriger dosiert werden als bei einer Einzelanwendung, was die Verträglichkeit erhöht und für den Patienten den Vorteil bietet, nur eine Tablette einnehmen zu müssen. Je nach Wirkung unterscheidet man:

ACE-Hemmer blockieren die Produktion von Angiotensin II und verhindern so, dass zu viel Salz und Wasser im Körper gespeichert wird. Dadurch verringert sich der Druck in den Blutgefäßen. Weil ACE-Hemmer ihre volle Wirkung erst nach längerer Einnahme entfalten, wird die Anfangsdosis nur langsam gesteigert. Als Nebenwirkung kann in seltenen Fällen ein trockener Reizhusten auftreten, was eine Umstellung auf ein anderes Mittel erfordert. Dies ist meist ein Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB). der die Aufnahme von Angiotensin verhindert. Diuretika bewirken, dass mehr Harn gebildet und ausgeschieden wird. Dadurch verringert sich das Blutvolumen und als Folge der Druck in den Blutgefäßen. Es werden aber auch vermehrt Mineralstoffe (Elektrolyte) ausgeschieden, die eventuell ersetzt werden müssen. Die Patienten müssen häufiger zur Toilette, was oft als Nachteil gesehen wird. Kalziumkanalblocker wirken gefäßerweiternd und senken so den Blutdruck. Betablocker beruhigen das Herz, indem sie die Herzfrequenz und die Herzleistung verringern. Es wird weniger Blut in den Kreislauf gepumpt, der Druck in den Gefäßen sinkt. Außerdem schirmen sie den Organismus gegen die blutdrucksteigernde Wirkung der Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin) ab.

Um die Werte besser kontrollieren zu können, wird den Patienten empfohlen, auch zu Hause regelmäßig den Blutdruck zu messen. Die modernen Geräte sind durch die Bedienung mit nur einer Taste sehr einfach in der Anwendung und zeigen nach erfolgter Messung drei Werte an: den systolischen und den diastolischen Blutdruck sowie den Puls. Bei manchen Geräten werden auch Herzrhythmusstörungen angezeigt. Die Handgelenksmesser sind zwar klein und handlich, aber nicht für alle Patienten geeignet. Diabetiker, Patienten mit Arteriosklerose oder ältere Personen mit weniger elastischen Blutgefäßen sollten lieber eine Messung am Oberarm durchführen. Neben dem richtigen Anlegen der Manschette gilt es noch einige Regeln zu beachten, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten:

  • Die Manschette darf nicht zu eng, aber auch nicht zu locker angebracht werden, da dies erhöhte bzw. zu niedrige Messwerte zur Folge hat. Auch ein Anlegen über der Kleidung bringt keine verwertbaren Ergebnisse.
  • Die Messungen sollten morgens und abends jeweils vor der Einnahme des blutdrucksenkenden Mittels erfolgen.
  • Vor jeder Messung soll eine Ruhephase von mindestens fünf Minuten eingehalten werden. Eine Stunde vorher sollte kein Kaffee, Alkohol oder Nikotin konsumiert werden.
  • Gemessen wird immer im Sitzen, die angelegte Manschette muss sich in Herzhöhe befinden. Bei der Messung mit einem Handgelenksmesser ist es hilfreich, die Finger jener Hand, an der sich das Gerät befindet, auf die gegenüberliegende Schulter (oder Schlüsselbein) zu legen. Erfolgt die Messung mit einem Oberarmmessgerät, legt man den Unterarm vom Ellbogen an ganz entspannt auf den Tisch.
  • Während der Messung soll nicht gesprochen oder gehustet werden, um das Messergebnis nicht zu beeinflussen.

Bei Fragen zur Auswahl des Blutdruckmessgerätes und dessen Handhabung helfen wir Ihnen gerne.

Mag. Bandl Waltraud

Der Hals schmerzt

Ein grippaler Infekt macht sich oft im Hals als erstes bemerkbar. Rötungen und Schwellungen im Rachen gehen einher mit Schluckbeschwerden, Heiserkeit und Schmerzen beim Sprechen.

Diese Rachenentzündungen (Pharyngitis) sind meist durch Viren verursacht und lassen sich in der Regel gut selbst behandeln. Unbedingt ärztlich abgeklärt werden sollen Halsschmerzen mit Fieber (über 39oC), sehr starke Schluckbeschwerden, starke Heiserkeit, vergrößerte oder eitrige Mandeln, einseitige Halsschmerzen, stark geschwollene Lymphknoten, Hautausschläge im Gesicht und Körper sowie himbeerrote Zunge, weiße Belege. Auch bei chronischen Halsschmerzen, die länger als 14 Tage bestehen, und wenn die Beschwerden trotz Behandlung nach drei Tagen nicht besser werden, sollten Sie eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen.

Zur Linderung von Halsschmerzen stehen verschiedene Anwendungen zur Verfügung. Wohl am beliebtesten sind Lutschtabletten. Die Anwendung ist auch unterwegs leicht möglich. Durch das Lutschen wird der Speichelfluss angeregt und die Schleimhäute befeuchtet. Je nach Stärke der Schmerzen und nach persönlicher Vorliebe kann man unter einer Reihe von Wirkstoffen wählen. Bei leichten Beschwerden und bei Heiserkeit bewähren sich Lutschtabletten mit Salz, isländischem Moos oder Hyaluronsäure (Emser®, Isla® , GeloRevoice®). Hier steht die befeuchtende Wirkung im Vordergrund. Schmerzstillend-entzüdungshemmende Wirkstoffe (Tantum®, Strepsils®) lindern stärkere Beschwerden und wirken auch abschwellend. Bei sehr starken Schmerzen empfiehlt sich die Anwendung von Lutschtablette mit einem Lokalanästhetikum (z.B. Easyangin®). Auch lokale Antiseptika (töten Bakterien ab) und lokal wirksame Antibiotika kommen als Lutschtabletten zum Einsatz und sind wirksam, wenn die Halsentzündung durch Bakterien verursacht wurde.

Gurgeln (mit Salzlösung, Salbei- oder Eibischtee oder mit desinfizierenden Lösungen (Hexoral®, Tonsillol®) spült und benetzt die Rachenschleimhaut, kann aber tiefer liegende Bereiche des Rachens nicht erreichen. Diese Stellen behandelt man am besten mit Halssprays. Bei sehr starken Schmerzen kann für bis zu drei Tage auch das Einnehmen eines schmerzstillend-entzündungshemmenden Wirkstoffs wie Ibuprofen helfen.

Unterstützend bei schmerzendem Hals bewährt sind Halswickel mit Topfen. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (warmer, nicht heißer Tee) und das zusätzliche Lutschen von Bonbons regt den Speichelfluss an und lindert. Auch das Trinken von starkem, kaltem Pfefferminztee und Eis essen können die Entzündung mildern. Sorgen Sie zusätzlich für gute Luftfeuchtigkeit, rauchen Sie nicht und schonen Sie ihre Stimme (nicht Flüstern), dann sind die Halsbeschwerden meist rasch vorbei und dem Singen von Weihnachtsliedern steht nichts mehr im Wege.

Ihre Mag. Susanne Sinz

Arthrose

Als Arthrose bezeichnet man die Abnutzung der Gelenksknorpel. Das geschieht durch den natürlichen Alterungsprozess, darüber hinaus spielen zusätzliche Faktoren wie Übergewicht, übermäßige Belastung oder Bewegungsmangel (damit zusammenhängend untrainierte Muskulatur) sowie Fehlstellungen der Gelenke (angeboren oder durch Verletzungen bedingt) eine Rolle. Prinzipiell können alle Gelenke betroffen sein, am häufigsten tritt Arthrose an den Kniegelenken auf.

Knorpel besteht aus Kollagen, einem zähen Fasergewebe und Proteoglykanen, die für die Widerstandsfähigkeit verantwortlich sind. Das Knorpelgewebe überzieht die Knochenenden und dient als Puffer in den Gelenken. Bei einer Arthrose wird diese Schutzschicht nach und nach abgebaut. Der Knorpel regeneriert nicht mehr ausreichend, wird spröde und brüchig. Im Extremfall wird die Knorpelschicht total abgebaut, und die Knochen reiben aufeinander. Durch diesen Druck verdichtet sich der Knochen an den Grenzflächen, es entstehen Wülste, die Gelenke verformen sich. Man hört das typische „Knirschen“ im Gelenk, die Bewegungen fallen immer schwerer.

Je nach Fortschreiten des Knorpelabbaus unterscheidet man vier Stufen:

  • Grad 1: intakter, noch glatter Knorpel, aber Verlust der Elastizität und Erholungsfähigkeit
  • Grad 2: Verlust der Elastizität und Erholungsfähigkeit, Oberfläche rau, feine Rillen
  • Grad 3: deutlicher Knorpelabrieb, Gelenkspalt verringert
  • Grad 4: vollständiger Verlust des Knorpels, freiliegende Knochen

Die Abgrenzung zur rheumatoiden Arthritis ist meist recht einfach: Die Schmerzen nehmen bei Arthrose langsam über Monate bis Jahre zu, während bei Arthritis nur Tage bis Wochen vergehen. Der für die Arthrose typische Anlaufschmerz ist bei Arthritis kein Thema. Eine Besserung durch Wärme ist nur bei Arthrose zu beobachten.

Die Arthrose verläuft in vielen Fällen lange Zeit unbemerkt, Beschwerden treten nur bei Belastung auf und lassen bei Bewegung (z.B. längerem Gehen) wieder nach. Auch Schmerzen nach Ruhephasen („Anlaufschmerz“) sind Symptom einer beginnenden Arthrose. Im weiteren Verlauf kommt es zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Durch den unbewussten Versuch, das schmerzende Gelenk zu entlasten, verspannt sich die umgebende Muskulatur, was wiederum schmerzhaft ist.

Schäden am Knorpelgewebe lassen sich nicht mehr rückgängig machen, aber man kann das Fortschreiten positiv beeinflussen. Das allerwichtigste ist Bewegung – aber ohne große Belastung! Durch Bewegung wird neue Gelenksflüssigkeit gebildet und samt den enthaltenen Nährstoffen in den Knorpel aufgenommen. Außerdem stärkt Bewegung die Muskulatur, was wiederum die Gelenke entlastet. Eine Schonhaltung und Bewegungsmangel dagegen fördern die Versteifung der Gelenke. Arthrose-freundliche Sportarten sind Schwimmen, Wassergymnastik, Radfahren, Nordic Walking, Langlaufen, aber auch Tanzen und Yoga. Zu meiden sind Tennis, Squash und Schifahren auf Grund der ständigen „Stop-and-Go“ Bewegungen. Wenn Übergewicht besteht, sollte dies langsam abgebaut werden. Das Tragen von Lasten ist zu vermeiden.

Um die Erhaltung des Knorpels zu unterstützen können verschieden Nährstoffe eingenommen werden. Glucosamin ist ein wichtiger Bestandteil des Knorpels, Chondroitin schützt den Knorpel durch sein hohes Wasserbindungsvermögen vor dem Austrocknen. Hyaluronsäure dient als Schmiere und reduziert somit die Reibung im Gelenk. Wegen ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften ist auch die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Nüsse) und MSM (Methylsulfonylmethan) sehr zu empfehlen. Aus der Pflanzenwelt bieten sich die Teufelskralle oder Weihrauch (innerlich und äußerlich) an.

Mag. Bandl Waltraud