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Osteoporose - geht uns alle an
Die Osteoporose wird umgangssprachlich als Knochenschwund bezeichnet und ist im Vormarsch. Diese Krankheit kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten. Die Gefahr, an ihr zu erkranken, steigt jedoch mit zunehmendem Lebensalter stark an.
Der gesunde, kräftige Knochen ist ein lebendes Gewebe, das sich ständig im Gleichgewicht zwischen Abbau und Aufbau befindet. Die Basis für ein gesundes Skelett wird bereits in der Kindheit gelegt. Bis zum 30. Lebensjahr baut der Mensch durch gesunde Ernährung und Bewegung sein Knochenkapital auf. Während des weiteren Lebens beginnt der normale altersbedingte Abbau der Knochenmasse.
Durch einen entsprechenden Lebensstil ist es möglich, diesen Prozess zu verlangsamen. Eine kalziumreiche Ernährung wird in jedem Alter empfohlen. Wichtige Kalziumlieferanten sind Milch und Milchprodukte, Haselnüsse sowie Spinat und Broccoli. Für Personen, die an Laktose-Unverträglichkeit leiden, eignet sich Hartkäse besonders gut, da dieser eine hervorragende nahezu laktosefreie Kalziumquelle darstellt. Der Speisenplan sollte auch reich an Vitamin D sein, das sich in Champignons, Fisch und Kalbfleisch findet. Dieses Vitamin ist dazu notwendig, dass Kalzium überhaupt in den Knochen aufgenommen werden kann, und verbessert die Koordination zwischen Nerven und Muskeln, sodass Stürze vermindert werden. Zu meiden sind stark säurebildende Lebensmittel wie Süßigkeiten, Fast-Food und Cola. Auch Rauchen sowie ein erhöhter Alkoholkonsum wirken sich negativ auf die Knochenfestigkeit aus.
Ein Lebenselixier für unsere Knochen ist Bewegung. Durch regelmäßigen Sport wird einerseits die skelettstützende Muskulatur gestärkt, andererseits die Knochenstruktur gefestigt. Neben Wandern, Gehen, Tanzen, Langlaufen oder Schwimmen ist auch gezieltes Krafttraining sehr effektiv für den Knochenaufbau. Studien zeigen, dass es alleine durch mehrwöchiges Liegen zu einem eklatanten Verlust an Knochenmasse kommt. Ein Wiederaufbau der Knochendichte benötigt etwa ein Jahr.
Osteoporose macht zunächst keine Beschwerden, weshalb wir die Krankheit spät erkennen. Erste Anzeichen sind ein Verlust an Körpergröße, Rückenschmerzen, Knochenbrüche, die durch geringe Belastung ausgelöst werden und zunehmende Rundrückenbildung. Zur Diagnose wird die Knochendichtemessung herangezogen. Auch die Störung des Knochenaufbaues sowie die individuelle Gefährdung, einen Knochenbruch zu erleiden, wird dabei berücksichtigt.
Zu den Risikofaktoren eines Knochenschwundes zählen fortgeschrittenes Alter, genetische Disposition, sehr schlanke Statur, verminderte Hormonproduktion, ungesunder Lebensstil, die Einnahme bestimmter Medikamente und chronische Erkrankungen wie COPD, Leber- und Nierenleiden, Morbus Crohn, unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes.
Zur Therapie der Osteoporose steht uns bereits eine Vielfalt an Medikamenten zur Verfügung, bei denen allerdings Nebenwirkungen nie ausgeschlossen werden können. Zu einer wirksamen Behandlung gehört neben den oben genannten Lebensstilfaktoren und dem Erhalt der Mobilität eine wirksame Sturzvorbeugung. Im Haushalt sollten Stolperfallen (rutschende Teppiche, Kabel, Stufen) vermieden werden. Auf rutschfestes Schuhwerk und optimales Sehvermögen ist ebenfalls zu achten.
Denken Sie daran, werden Muskeln trainiert, bleiben auch Ihre 206 Knochen stark. Eine gesunde Lebensführung ist die beste Osteoporosevorbeugung vom Säuglings- bis zum Greisenalter.
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