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Schön und gepflegt in der Schwangerschaft
In der Zeit der Schwangerschaft tut Pflege von Kopf bis Fuß besonders gut, wenn die eine oder andere Beschwerde mal aufs Gemüt drückt.
Ein körperwarmer Wasserstrahl unter der Dusche macht fit und bringt Energie. Mit Seife und Duschgel sollte man sparsam umgehen, um die Haut nicht auszutrocknen. Auch die entspannende Wirkung eines Vollbads kann man ruhig genießen, sollte aber darauf achten, dass das Wasser nicht heißer als 37 °C ist und die Badedauer nicht mehr als 10 min beträgt. PH-neutrale und rückfettende Waschlotionen sichern den natürlichen Barriereschutz der Haut genauso wie regelmäßiges Eincremen. Bei der Auswahl der Produkte greift man am besten zu Kosmetika ohne Alkohol, Parabenen und anderen Konservierungsstoffen.
Vorsicht ist bei Enthaarungscremes geboten, deren Inhaltsstoffe über die Haut zum Baby gelangen können. Lippen und Nägel können weiterhin in der Wunschfarbe glänzen, denn alle Produkte am Markt gelten als unbedenklich. Man sollte beim Lackieren bzw. Entfernen der Farbe nur auf eine genügende Frischluftzufuhr achten.
Um einer Austrocknung der Haut auch von innen vorzubeugen, empfiehlt es sich, während der gesamten Schwangerschaft mindestens 2,5 Liter ungezuckerte Flüssigkeit pro Tag zu trinken.
Das Bindegewebe braucht eine Extraportion Pflege, denn die Haut an Bauch, Brust, Hüften und Schenkeln wird stark beansprucht. So kann das Unterhautgewebe leicht zerreißen und es entstehen Dehnungsstreifen (Striae cutis distensae oder Striae gravidarum). Um die Elastizität der Haut zu unterstützen, beginnt man am besten schon in der Frühschwangerschaft mit Wechselduschen, Zupf- und Bürstenmassagen oder Abreibungen. Für das anschließende Ölen oder Cremen eignen sich Produkte mit z.B. Vitamin E, Frauenmantel-, Efeu- und Schachtelhalmauszügen.
Durch den erhöhten Östrogenspiegel lagert sich mehr Wasser im Gewebe ein. Das macht sich auch im Gesicht bemerkbar: Fältchen verschwinden und die Haut wird rosig. Wenn die Talg- und Schweißdrüsen stärker arbeiten, können aber auch vermehrt Pickel und Mitesser entstehen. Bei Pflegeprodukten für unreine Haut dürfen in der Schwangerschaft keine Zubereitungen verwendet werden, die Fruchtsäure, Vitamin A oder Salicylsäure enthalten. Diese Wirkstoffe stehen im Verdacht, in hoher Konzentration das Baby zu schädigen oder auch Wehen auszulösen.
Auch auf das Haar hat der Östrogenspiegel Einfluss: Es kann dichter und fülliger, bei manchen Frauen aber auch fettiger, dünner oder matter und trockener sein. Man kann ruhig bei seinen alten Produkten bleiben. Nach der Geburt, wenn der Östrogenspiegel wieder sinkt, kommt es oft kurzzeitig zu vermehrtem Haarausfall, der sich nach einigen Wochen wieder legt.
Bei vielen Schwangeren tritt eine stärkere Pigmentierung der Haut auf, die durch die vermehrte Produktion des melanozyten-stimulierenden Hormons ausgelöst wird. Das bewirkt nicht nur eine intensivere Bräunung, sondern auch unregelmäßig braune Flecken, die besonders nach dem Sonnenbad im Gesicht auftreten können. Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor beugen vor. Sollten dennoch Pigmentstörungen auftreten, verblassen diese meist 4 bis 6 Wochen nach der Geburt. Sonne sollte man wegen der Kreislaufbelastung in der Schwangerschaft nur in Maßen genießen. Selbstbräuner kann man in der Schwangerschaft bedenkenlos verwenden.
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