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Hausstaubmilbe - der unsichtbare Mitbewohner
"Jetzt werde ich sicher meine Erkältung los!" - Die Frühlingstemperaturen und die wärmenden Sonnenstrahlen locken viele Menschen ins Freie. Rasch verschwinden die Symptome und man fühlt sich gesund. Und doch!
Beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen beginnen wieder die Augen zu tränen und zu jucken, die Nasenschleimhäute schwellen an und man wird von Niesanfällen heimgesucht. Was ist los?
Nicht jeder Schnupfen hat virale Ursachen. Ist man das ganze Jahr über "verkühlt", liegt mit Sicherheit eine Allergie vor.
Im Hausstaub, einer Mischung aus Haaren, Hautschuppen, Textilfasern, Bakterien usw., leben, für das menschliche Auge unsichtbar, kleine Milben, deren Ausscheidungen, so genannte Milbenkotballen, eingeatmet werden. Diese Inhalationsallergene gelangen über die Schleimhäute in den Körper und lösen bei empfindlichen Personen Überreaktionen (u.a. Bindehautentzündung, Husten, Atemnot) aus.
Hausstaubmilben gehören zu den Spinnentieren, sind nahezu blind, ernähren sich von
abgestorbenen Hautschuppen, Haaren und anderen Mikroorganismen und werden 2-4 Monate alt. Sie lieben eine warme (Temperatur: 25-30° C), feuchte ( Luftfeuchtigkeit: 60-80%) Umgebung. Deshalb sind sie auch in der trockenen Luft des Hochgebirges (ab einer Höhenlage von 1500 m ü.M.) kaum anzutreffen. Ideale Lebensbedingungen findet die Hausstaubmilbe in Teppichen, Polstermöbeln, Decken und in unseren Betten (1 Gramm menschlicher Hautschuppen kann 1,5 Millionen dieser Tierchen ernähren). Daher können
Allergiesymptome nachts und morgens nach dem Aufstehen oder beim Bettenmachen
besonders heftig sein.

Diese natürlichen Mitbewohner unserer Umwelt sind sehr anpassungs- und widerstandsfähig. Mit ihren Krallen, Borsten und Widerhaken klammern sie sich fest und überstehen z.B. sogar gründliches Staubsaugen. Milben sind auch bei peinlichster Sauberkeit schwer aus der Wohnung zu verbannen.
Um dem Allergiker helfen zu können, muss die Ausbreitung der Hausstaubmilben gehemmt werden. Dies geschieht durch Veränderung ihrer Lebensbedingungen:
- Herabsetzung der Luftfeuchtigkeit(auf weniger als 45%) durch regelmäßiges Lüften
der Räume und Meidung von Luftbefeuchtern
- Bettzeug regelmäßig an der Sonne lüften (milbenfeindliche Trockenheit, da jeder von
uns in der Nacht schwitzt)
- Reinigung von Matratzen, Betten und Kopfkissen durch spezielle Bettreiniger aus der Apotheke
- Bettwäsche regelmäßig bei mindest. 60° C waschen (Abtötung der Hausstaubmilben)
- Staubsaugen mit anti-allergenem Mikrofilter und Staubwischen mit einem feuchten Tuch
- Verzicht auf Teppiche und Teppichböden im Schlafzimmer
- Plüschtiere für 48 Stunden ins Gefrierfach legen (Milben sterben ab) - dann waschen.
Eine Hausstauballergie muss behandelt werden (u.a. Hyposensibilisierung), denn sie kann
Wegbereiter für schwerere Erkrankungen sein (z.B. Asthma bronchiale).
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