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Neuer Impfstoff gegen Gürtelrose

Seit Mai 2006 ist ein Impfstoff in Österreich zugelassen, der auf Basis des Windpocken-Lebendimpfstoffes entwickelt wurde. Er wird zur Prävention (Vorbeugung), nicht zur Behandlung von Herpes Zoster (Zoster oder Gürtelrose) und durch Herpes Zoster verursachter post-herpetischer Neuralgie (PHN) angewendet.
In jedem von uns, der eine Infektion mit dem Windpockenvirus überstanden hat, schlummern die Varicella-Zoster-Viren (VZV) und werden von unserem Immunsystem in Schach gehalten. Doch mit zunehmendem Alter nimmt diese Fähigkeit ab, und es kann zum Ausbruch einer Herpes-Zoster-Erkrankung mit ihren schmerzhaften Folgen kommen. Der neu entwickelte Impfstoff wird subkutan verabreicht und frischt nachweislich die Immunität auf. Der Körper ist nun wieder in der Lage, die Reaktivierung des Virus zu verhindern. Empfohlen wird diese Impfung daher für alle Personen ab dem 50. Lebensjahr. Ob und wann eine Auffrischungsimpfung erforderlich ist, ist derzeit nicht bekannt. Der Impfstoff kann gleichzeitig mit einem inaktiven Grippeimpfstoff, an unterschiedlichen Körperstellen injiziert, verabreicht werden. Es liegen keine Daten vor bezüglich der gleichzeitigen Anwendung mit anderen Impfstoffen.
Die Schutzwirkung ist nicht hundertprozentig, doch reduziert diese Impfung die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer PHN um zirka 2/3 und die mit dieser Komplikation verbundenen Schmerzen um etwa 57%.

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