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Meningokokken
In den letzten Wochen berichteten Medien immer wieder von Meningokokken-Erkrankungen.
Meningokokken kommen weltweit vor. Ungefähr 10 % der Menschen tragen diese Keime in sich, ohne deshalb krank zu sein. Diese Bakterien überleben vor allem im Nasen- und Rachenraum. Gerade in der Grippe- und Erkältungsperiode besteht ein hohes Ansteckungsrisiko; manchmal verursachen diese Keime rasante Infektionen. Die Übertragung erfolgt durch Husten und Niesen.
Die ersten Anzeichen für eine Meningokokken-Erkrankung ähneln einem grippalen Infekt. Dann treten Muskelschmerzen, Nackensteifigkeit, Benommenheit und meist hohes Fieber auf. Bei schweren Fällen können Hautausschläge beobachtet werden und es kann bis zur Bewusstlosigkeit kommen.
In Österreich sind Erkrankungen durch Meningokokken-Keime der Untergruppe B und C vorherrschend. Gegen Meningokokken der Gruppe B steht bisher leider noch kein Impfstoff zur Verfügung. Hier ist die Früherkennung einer Infektion besonders wichtig. Bei Verdacht sollte unbedingt ein Krankenhaus aufgesucht werden. Die Betroffenen müssen möglichst sofort mit Antibiotika behandelt werden.
Gegen Meningokokken der Gruppe C steht ein Impfstoff zur Prophylaxe ab dem 2. Lebensmonat zur Verfügung. Zur Vorbeugung ab dem 2. Lebensjahr ist ein weiterer Impfstoff in Österreich erhältlich, der vor den Gruppen A, C, W135 und Y schützt.
Die österreichische Sanitätsbehörde empfiehlt diese Impfungen besonders Babys, Kindern und Jugendlichen vor Eintritt in Gemeinschaftswohneinrichtungen und vor Gruppenveranstaltungen. Ebenso ist allen Reisenden in Hochrisikogebieten diese Vorsorgeimpfung anzuraten.
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