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Lecithin
Der Name kommt vom griechischen lekithos (=Eidotter). Lecithin wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Maurice Gobley aus Eidottern erstmals isoliert. Dabei wurde entdeckt, dass mit Hilfe dieser Substanz Öl und Wasser gemischt werden konnten.
An den Wirkungen von Lecithin wird weltweit geforscht. Aussagekräftige Ergebnisse aus groß angelegten Studien stehen zwar zum Teil noch aus, doch wurden bereits verschiedene Testresultate und Erfahrungsberichte veröffentlicht: Demnach sorgt Lecithin dafür, dass das lebensnotwendige Cholesterin durch die Blutgefäße transportiert wird, ohne sich an den Blutgefäßen fest zu setzen, und überschüssiges Cholesterin aus dem Blutkreislauf zu entfernen. Damit hilft Lecithin den Cholesterinwert bei leichten Formen von Hypercholesterinämie zu senken. Aus der Tatsache, dass Lecithin dabei als Emulgiermittel wirkt, kann aber nicht ohne weiteres gefolgert werden, dass subkutanes Körperfett von Lecithin "herausgespült" werden kann. Es gibt also derzeit noch keine echten Beweise dafür, dass Lecithin bei der Gewichtsabnahme hilfreich ist. Dagegen dürfte Lecithin bei etlichen Lebererkrankungen, wie alkoholischer Fettleber und Hepatitis, helfen, die Leberfunktion wieder herzustellen. Erste positive Ergebnisse gibt es auch betreffend die Behandlung von Colitis ulcerosa mit Phosphatidylcholin (Lecithin). Als Bestandteil der Zellmembran bildet Lecithin (beim Test aus Meeresalgen) offenbar auch bei der Darmschleimhaut eine schützende hydrophobe Barriere gegen Bakterien. Die meisten Studien befassten sich bisher mit der Wirkung des Lecithins bei neurologischen Erkrankungen, wie z.B. Alzheimer. Diese Krankheit kann durch eine Mangelproduktion des Neurotransmitters Acetylcholin hervorgerufen werden, das für die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen sorgt. Zumindest bei einem Teil der Patienten verbesserte sich der Zustand deutlich nach Verabreichung von Lecithin bzw. von Cholin, das ein Bestandteil des Lecithins ist. Wissenschaftler schließen daraus, dass Lecithin den Ausbruch dieses degenerativen Leidens zumindest verzögern kann. Bei körperlicher Beanspruchung (Sportler) wirkt Lecithin in erster Linie als Energiespender für Muskeln und Gehirn und sorgt für eine Abkürzung des Erholungsvorganges.
Wann empfiehlt sich eine Nahrungsergänzung mit Lecithin?
Gibt es unerwünschte Nebenwirkungen bei der Einnahme von Lecithin? Wir verweisen auch auf unseren Beitrag Eier und Cholesterin vom April 2006. |
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