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Frostbeulen und Erfrierungen
Jeder ist heute mit Kleidung aller Art überkomplett ausgestattet. Da sollte man glauben, dass Kälteschäden der Haut kein Thema wären. Dennoch holen sich immer wieder Leute juckende und schmerzende Frostbeulen und in manchen Fällen sogar Erfrierungen. Denkt man z.B. an längere Anstellzeiten im Skizirkus, sind selbst Sportler nicht davor gefeit.
Frostbeulen können bereits bei Temperaturen über dem Nullpunkt auftreten. Sie zeigen sich als bläulich-rote Verfärbungen und Schwellungen der Haut. Die betroffenen Stellen beginnen bei Erwärmung stark zu brennen und zu jucken. Diese Symptome können durch Jahre immer wieder auftreten.
Am häufigsten sind Zehen, Fersen und Finger, aber auch Ohrläppchen und Nase von Frostbeulen betroffen. Sie sind eine Folge von Durchblutungsstörungen. Die Ursachen sind oft zu enge Schuhe sowie zu enge, dünne Handschuhe und Strümpfe. Aber auch gefäßverengende Medikamente (z.B. Betablocker), manche Krankheiten wie Anämie und Bewegungsarmut machen besonders anfällig. Demnach helfen zur Vorbeugung in erster Linie eine entsprechende Kleidung und das Aufwärmen der Gliedmaßen. Für exponierte Körperstellen empfiehlt sich das Auftragen einer Kälteschutzcreme.
Alkohol zum "Aufwärmen" ist übrigens nicht zielführend, sondern schädlich. Unter anderem bringt er vorübergehend ein trügerisches Wärmegefühl und führt dazu, dass wir die Warnsignale des Körpers, wie ein Kribbeln in den Extremitäten oder in der Nase, missachten.
Zur Behandlung von Frostbeulen eignen sich am besten lindernde Präparate aus der Apotheke, z.B. mit Aloe vera, Arnika, Teebaumöl oder Ichthyol. Hilfreich sind auch warme Bäder mit Zinnkraut oder Eichenrinde. Ebenso stehen bewährte homöopathische Mittel gegen Frostbeulen zur Verfügung. Keinesfalls sollte man den Juckreiz durch Kratzen zu erleichtern versuchen, da sonst Sekundärinfektionen hinzukommen können. In schlimmen Fällen und bei starker Schwellung empfiehlt sich die lokale Anwendung eines cortisonhältigen Präparates, das vom Arzt zu verschreiben ist. Erfrierungen können entstehen, wenn die Haut durch längere Zeit hohen Minusgraden ausgesetzt wird. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad. Bei starker Verfärbung der betroffenen Hautstellen sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. In jedem Fall ist für eine langsame Erwärmung auf Raumtemperatur zu sorgen, was zunächst durch ein lockeres Abdecken mit einem weichen Tuch od.dgl. erfolgt. Allmählich kann man mit warmen Umschlägen mit Kamillenlösung beginnen oder an ein Vollbad mit lauwarmem Wasser denken. |
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