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Wissen ist die beste Medizin - fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker
1. Lernen Sie Ihr Medikament kennen:
Egal, ob Sie ein rezeptfreies Heilmittel (z.B. gegen eine Erkältung) kaufen oder ein Medikament auf ärztliche Verschreibung einlösen, ist es wichtig zu wissen, was Sie einnehmen, wie Sie es einnehmen sollen, was das Medikament bewirkt und ob bzw. welche Nebenwirkungen eventuell auftreten können.
Bei einem Beratungsgespräch sollten Sie alle Präparate angeben, die Sie einnehmen,
inklusive rezeptfrei erhältliche Medikamente, pflanzliche und alternative Heilmittel sowie Nahrungsergänzungsmittel. Es gibt immer wieder Wechselwirkungen, die den Heilungseffekt beeinflussen. Dasselbe gilt für Alkoholkonsum und Rauchen. Reden Sie auch darüber, falls sich nach Einnahme eines bestimmten Mittels schon früher einmal unerwartete Reaktionen bei Ihnen gezeigt haben oder wenn Sie wegen eines Hinweises im Beipacktext verunsichert sind.
Manchmal ist es hilfreich, wenn Sie die Namen Ihrer Präparate und Ihre Fragen vor dem Beratungsgespräch aufschreiben. Ebenso können Sie auch um Antworten in Schriftform ersuchen.
2. Nutzen Sie Ihr Wissen zu Hause:
- Nehmen Sie Ihre Medikamente genau nach Anweisung und für die empfohlene Dauer ein. Wenn Sie die Einnahme einmal vergessen haben, sollten Sie die Dosis beim nächsten Mal keinesfalls verdoppeln.
- Scheuen Sie keine Rückfrage, z.B. wenn Sie versuchen wollen, den Heilungseffekt mit anderen Präparaten - ob aus den Beständen Ihrer Hausapotheke oder von Bekannten empfohlen - zu unterstützen.
3. Nebenwirkungen:
Jeder Mensch ist ein Individuum. Es kann daher vorkommen, dass Sie auf ein Medikament anders als erwartet reagieren. Meist handelt es sich dabei um vorübergehende, verhältnismäßig harmlose Erscheinungen, die eine Änderung der Medikation nur in Ausnahmefällen notwendig machen. In seltenen Fällen kommt es jedoch zu schädlichen Nebenwirkungen wie allergischen Reaktionen mit Atemnot, Schwellungen und Hautausschlägen oder Herzrasen, Schwächeanfällen, Depressionen, Übelkeit und Durchfällen. Wenden Sie sich in solchen Fällen sofort an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Weitere Tipps zur Arzneimittelsicherheit:
- Arzneimittel vor Sonnenlicht und Feuchtigkeit geschützt, in der Originalverpackung und außer Reichweite von Kindern aufbewahren
- Einnahmehilfen: Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie Probleme bei der Medikamenteneinnahme haben, z.B. bei der regelmäßigen Dosierung oder beim Schlucken größerer Tabletten oder Kapseln. Es gibt praktische Dosierhilfen (Behälter mit mehreren Unterteilungen), manche Tabletten kann man mit einem Tablettenzerteiler teilen usw. Mitunter kann auch zu einer anderen Darreichungsform (Tropfen, Zäpfchen...) gewechselt werden.
- Ablaufdatum beachten! Abgelaufene Medikamente werden von Ihrer Apotheke kostenlos entsorgt.
- Stets auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und gesunde Ernährung achten; dabei die Essgewohnheiten nicht radikal ändern, es sei denn, der Arzt verordnet eine besondere Diät.
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