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Laboruntersuchung - Mein Befund

Das Blutbild

Blut besteht aus Blutflüssigkeit (Plasma) sowie aus festen Bestandteilen, den Blutzellen. Diese Blutzellen werden im Knochenmark gebildet und in der Milz abgebaut. Beim Blutbild werden die verschiedenen Zellarten (rote, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) sowie deren Anzahl im Blut ermittelt.

Bild: Rote Blutkörperchen:

  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
    Rote Blutkörperchen enthalten den Blutfarbstoff Hämoglobin und transportieren den Sauerstoff. Hämoglobin, den roten Farbstoff und eigentlichen Sauerstoffträger, misst man in g/100 ml Blut. Mit der Zählung und Vermessung der roten Blutkörperchen kann das Vorhandensein einer Blutarmut festgestellt werden. Mit Hilfe der sogenannten Erythrozyten-Indizes (mittleres Erythrozytenvolumen MCV, mittlerer Hämoglobingehalt der Erythrozyten MCH und mittlere Hämoglobinkonzentration MCHC) kann auf die Ursache von Blutarmut geschlossen werden. Die unreifen Erythrozyten (Retikulozyten) informieren über die Blutneubildung. Der Hämatokrit ist eine Prozentzahl, die angibt, wie viel Prozent der Blutsäule die Erythrozyten ausmachen. Mit Hilfe einer Zentrifuge wird das Blut dazu in seine festen und flüssigen Bestandteile aufgetrennt.

  • Blutplättchen (Thrombozyten)
    Blutplättchen dienen dem Wundverschluss. Durch Messung der Blutungszeit wird die Funktion der Blutplättchen und damit die Funktion der Blutgerinnung überprüft. Stark erniedrigte Thrombozytenzahlen führen zu verlängerten Blutgerinnungszeiten. Stark erhöhte Werte nach Infektionskrankheiten, nach akuten Blutverlusten oder nach Verletzung der Milz wiederum zeigen ein erhöhtes Thromboserisiko an.

  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)
    Weiße Blutkörperchen sind bei der Abwehr von Fremdstoffen und Krankheitserregern besonders wichtig. Eine Erhöhung der Leukozytenzahl weist auf ein entzündliches Geschehen im Körper hin. Besonders bakterielle Infektionen, aber auch Stressreaktionen führen zum Anstieg. Verminderte Werte lassen sich im Rahmen schwerster Infektionen als Ausdruck der Erschöpfung des Abwehrsystems des Organismus finden. Weiße Blutkörperchen verfügen über einen Zellkern, dessen Form und Größe sehr unterschiedlich ist. Im Differentialblutbild werden die Leukozyten genauer in Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten aufgetrennt.

Normalwerte:
Männer Frauen
Erythrozyten 4,5 - 5,9 Millionen/mm³ 4,0 - 5,2 Millionen/mm³
Hämoglobin 14 - 18 g/100 ml 12 - 16 g/100 ml
MCV 80 - 95 fl (Femtoliter) 80 - 95 fl
MCH 28 - 34 pg (Pikogramm) 28 - 34 pg
MCHC 32 - 36 % 32 - 36 %
Hämatokrit 41 - 53 % 36 - 46 %
Leukozyten 4000 - 10000/µl Blut 4000 - 10000/µl Blut
Granulozyten 60 - 70 %
der Gesamtleukozytenzahl
60 - 70 %
der Gesamtleukozytenzahl
Monozyten 2 - 8 %
der Gesamtleukozytenzahl
2 - 8 %
der Gesamtleukozytenzahl
Lymphozyten 25 - 40 %
der Gesamtleukozytenzahl
25 - 40 %
der Gesamtleukozytenzahl

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