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Laboruntersuchungen - Mein BefundLaboruntersuchungen sind heute eine Selbstverständlichkeit. Zigtausend Tests stehen den Medizinern zur Verfügung. Sie ermöglichen nicht nur das Erkennen von Krankheiten oder die Überwachung einer Behandlung, sondern auch die Vorbeugung gegen Erkrankungen. Das Ergebnis dieser Tests, der Befund, stellt eine Momentaufnahme unseres Gesundheitszustandes dar. Diese Serie soll Ihnen helfen, Ihren Befund "lesen" zu können. Welcher Wert jedoch "normal" ist und welcher von den Richtwerten abweicht, ist sehr weit gefasst. Den Befund zu beurteilen bleibt daher allein Ihrem Arzt vorbehalten. In Teil 1 werden Laborwerte vorgestellt, die Leberschäden aufzeigen können. Leberdiagnostik: Die Leber, eines der wichtigsten Organe unseres Körpers, erfüllt über 500 Aufgaben. Zu ihren Funktionen zählen die Herstellung von Gallenflüssigkeit, die Synthese von Eiweiß, der Abbau von Hormonen, die Speicherung von Stoffen für Mangelzeiten und die Umwandlung von Nahrungsbausteinen in für den Körper verwertbare Einzelteile. Die Hauptaufgabe der Leber ist die Entgiftung des Körpers. Beschwerden können erst lange nach dem Beginn der verminderten Leberfunktion auftreten, aber bereits früh an Blutwerten abgelesen werden. Bei einer Schädigung werden bestimmte Enzyme frei und treten dann in überhöhten Mengen im Blut auf. Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT) zählt zu den wichtigsten Leberenzymen. Es regelt die Aufnahme von Aminosäuren aus den Körperflüssigkeiten in die Zelle und ist ein sehr empfindlicher Gradmesser für Leber- und Gallenwegserkrankungen. Besonders bei Gallenabflussstörungen und alkoholbedingten Leberleiden steigt der Wert stark an. Die beiden Enzyme Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (GOT) und Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT), werden in den Zellen von Leber und Muskulatur gebildet. Sie sind am Abbau und Umbau von Eiweißbausteinen beteiligt. Eine Erhöhung weist auf eine Schädigung von Leber, Herz und Skelettmuskeln hin. Bei akuter Virushepatitis werden Werte von über 1000 U/l gefunden. Transaminaseanstiege über 3000 U/l werden bei schweren Vergiftungen, Zuständen nach Schocksituationen, Unfällen mit Leberschädigung, Tumormetastasen in der Leber, oder Muskelzerfall gemessen. Sind diese Enzymwerte erhöht, müssen dringend weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Werte der Leberenzyme werden in Units (Maßzahl für Enzymaktivität) pro Liter Blut angegeben. Normalwerte:
Weitere Laboruntersuchungen werden in den nächsten Ausgaben unseres Gesundheitsmagazins behandelt. |
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