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Muskelkater

Bild: Muskeln:    Nach ungewohnter körperlicher Betätigung macht sich mitunter ein Überlastungsschmerz bemerkbar. Fast jeder von uns hat schon Erfahrungen mit Muskelkater oder den ''Spatzen'', wie diese Beschwerden hierorts auch genannt werden, gemacht.

Wie entsteht Muskelkater?

Bei der Muskelarbeit wird zunächst der Energievorrat der Muskeln (Glykogen) verbraucht, dann kommt es unter Sauerstoffverbrauch zum Abbau von Glucose (Zucker). Bei hoher Belastung bzw. untrainierten Personen steigt dabei die Konzentration von Milchsäure (Lactat) in der Skelettmuskulatur. Dadurch wird die Muskelarbeit (Kontraktion und Entspannung) beeinträchtigt. Übrigens kommt es erst bei länger dauernder niedriger Belastung auch zum Abbau von körpereigenen Fettdepots!

Nach Ansicht von Fachleuten ist der eigentliche Muskelkater die Folge winziger Muskelrisse bzw. der Entzündungsreaktion des Körpers, die nichts anderes als eine Reparaturmaßnahme ist. Das erklärt, warum der Schmerz erst nach ein bis zwei Tagen auftritt.

Muskelkater vorbeugen

  • Fitnessprogramme langsam beginnen und allmählich steigern
  • vor und nach jedem Training Aufwärmen bzw. Abkühlphase (Stretching)
  • Antioxidantien (vor allem Vitamin C und E, Q10, Glutathion u.a.) helfen beim Aufbau von Collagen (dem ?Klebstoff? der Zellen), hemmen die Entstehung von freien Radikalen und beugen damit Entzündungsprozessen vor.
  • Ginseng wirkt als ?Adaptogen?, d.h. er fördert Anpassung und Erholung des Körpers bei besonderer Beanspruchung.

Muskelkater behandeln
  • Nach Muskelüberlastung helfen in den ersten 24 Stunden Kalt/Warm-Wechselpackungen. Dadurch werden die Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie die Ausschwemmung von Schadstoffen, wie Proteinen aus geschädigten Muskelzellen, gefördert.
  • Warme Kompressen, warme Bäder, vorzugsweise mit lindernden Badezusätzen, sowie Sauna sind hilfreich.
  • Entzündungswidrige Salben, Cremes oder Gele (mit Wirkstoffen wie Arnika, Eukalyptus usw.) sollen ohne Druck auf die Gelenke aufgetragen werden, um das geschädigte Gewebe nicht zu reizen (nicht massieren!).

Eine medikamentöse Behandlung von Muskelkater sollte nicht bloß den Schmerz unterdrücken, sondern die Schmerzursache erfassen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:
  • Enzyme (z.B. Bromelain aus Ananas) helfen beim Abbau der gebildeten Schadstoffe und unterstützen die Muskelregeneration (Einnahme getrennt von Mahlzeiten!).
  • Antioxidantien: Vitamin E schützt vor Zellschäden und hilft bei der Wiederherstellung der Muskelfasern.
  • Pflanzliche Präparate: Ingwer enthält verschiedene Antioxidantien und wirkt entzündungshemmend. Johanniskraut hilft bei der Sauerstoffversorgung der Zellen, beim Abbau der Milchsäure und zur Lösung der Nervenanspannung.
  • Homöopathie: In homöopathischer Zubereitung ist unter anderem die bewährte Arnika auch zur Einnahme geeignet.
  • Schüßler-Salze: Eine Mischung von Ferrum phosphoricum Nr. 3 mit anderen Mineralstoffen hilft bei der Regeneration nach Muselkater.

Sicher ist Muskelkater keine arge Verletzung und in wenigen Tagen überstanden. Sie können die dadurch verursachte Einschränkung der Bewegungsfreiheit und des Wohlbefindens aber auch verhindern oder verkürzen.

Auch bei Muskelkater lohnt sich daher ein Besuch in Ihrer Apotheke.

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