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Vom Schwitzen

''Schwitzen ist gesund''. Schweißgeruch wird aber meist als abstoßend empfunden. Grund genug, sich rechtzeitig vor den Hundstagen mit dem Thema ''Schwitzen'' auseinander zu setzen.

In der Haut befinden sich zwei verschiedene Arten von Schweißdrüsen. Sie wirken einerseits als ''Klimaanlage'' für den Körper und sind andererseits für die ganz persönliche Duftnote eines Menschen verantwortlich.

Hauptaufgabe des Schweißes ist es, die Körpertemperatur konstant auf etwa 37°C zu halten. Das geschieht hauptsächlich durch Verdunstung der Feuchtigkeit, die von Millionen Schweißdrüsen auf der Haut produziert wird. Die Schweißmenge reicht je nach Außentemperatur und körperlicher Aktivität von einem halben Liter täglich bis zu 1,8 Liter stündlich. Schweiß besteht hauptsächlich aus Wasser, in dem Salze, wie Kochsalz, Kalium usw. gelöst sind. Weiters enthält Schweiß organische Bestandteile, wie das Abfallprodukt Harnstoff und andere Stoffwechselprodukte.

Die bereits erwähnten ''Duftdrüsen'' liegen an bestimmten Körperzonen, wie in der Achselhöhle oder im Scham- und Analbereich, und werden erst in der Pubertät aktiviert.

Zu Schweißausschüttungen kommt es vermehrt bei emotionalen Erregungszuständen, wie sexueller Erregung, aber auch psychischem Stress. Auch hormonelle Ursachen, Krankheiten oder die Einnahme bestimmter Medikamente können zu übermäßigem Schwitzen führen.

Schweiß ist zunächst völlig geruchlos. Der für jeden Menschen charakteristische Geruch entsteht erst durch die Einwirkung der Bakterien, welche die Haut jedes Menschen (z. B. in der warmen Achselhöhle) besiedeln. Durch die Zersetzung von mit dem Schweiß ausgeschiedenen Eiweißstoffen und Fetten kann es zu unangenehmen Gerüchen (Schwefelverbindungen!) kommen.

Wie viel Schweiß abgesondert wird und wie viele Salze damit verloren gehen, hängt zum Teil vom Training und der Anpassung des Körpers ab. Wichtig ist, dass die Verdunstung des Schweißes nicht durch ungeeignete Kleidung (enge Kleidung, synthetischeStoffe) verhindert wird und dass Wasser- und Salzverluste durch geeignete Getränke (z.B. mit Mineralwasser verdünnte Fruchtsäfte) ersetzt werden.

Maßnahmen gegen Schwitzen bzw. Schweißgeruch

  • Salbeitee oder Salbeidragees können die Schweißbildung von innen etwas reduzieren. Eine langzeitige Einnahme ist notwendig.
  • Antitranspirantien (Schweißhemmer) in Form von Puder, Cremes oder Lösungen ziehen die Poren auf der Haut zusammen und verringern die Schweißbildung; sie sollen jedoch nicht großflächig eingesetzt werden.
  • Deodorantien und desinfizierende Seifen bzw. Waschlotionen verhindern die bakterielle Zersetzung des Schweißes. Deos enthalten unter anderem meist geruchsüberdeckende Stoffe (Parfums), die empfindliche Haut reizen können.
  • Bewusste Ernährung: Meiden von großen Mahlzeiten, zu heißem Essen, Alkohol, Koffein, scharfen Gewürzen.

Antitranspirantien und Deodorantien sollen nur auf gewaschener Haut verwendet werden. Geeignete, auch für empfindliche Haut verträgliche Produkte sind in der Apotheke erhältlich, wo man Sie gerne berät.

Bei sehr starker Schweißbildung ohne geklärte Ursache ist ein Arztbesuch angezeigt.

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