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Mundhygiene
Im Blickpunkt steht der ganze Mund: Lippen, Zähne, Zahnfleisch und Zunge. Eine sympathische Ausstrahlung und das persönliche Gefühl von Frische und Wohlbefinden hängt oft mit einem gepflegten Mund zusammen - Grund genug, um der Mundhygiene mehr Beachtung zu schenken.
Lippen
Zähne und Zahnfleisch
Die Mundhöhle ist von einer Vielzahl von Bakterien besiedelt, die sich im Idealfall in einem unschädlichen biologischen Gleichgewicht befinden. Dieses Gleichgewicht kann durch die Nahrungsaufnahme gestört werden. Mögliche Folgen sind eine Schädigung des Zahnschmelzes und Ablagerungen auf der Zahnoberfläche. Dieser Zahnbelag ("Plaque") erscheint insbesondere auch am Zahnfleischrand. Bei ungenügender Mundhygiene können sich dort Krankheitskeime ausbreiten, die Entzündungen in der Mundhöhle (wie Gingivitis und Parodontitis) und Mundgeruch verursachen. Auch die Entstehung von Karies (Zahnfäule) wird begünstigt.
Zahngesundheit beginnt bei der Ernährung. Zwischen den Mahlzeiten sollten süße Snacks und Getränke mit Fruchtsäuren und Kohlensäure gemieden werden. Auch große Temperaturschwankungen schaden den Zähnen. Nach säurehaltigen Mahlzeiten (Obst, Joghurt, Fruchtsaft...) nie sofort die Zähne reinigen! Erst nach rund einer halben Stunde hat der Speichel den Säuregrad wieder so weit neutralisiert, dass die Zähne durch das Putzen nicht angegriffen werden.
Unerlässlich für richtige Mundpflege sind eine geeignete Zahnbürste, eine gute Zahnpasta und Zahnseide. Daneben gibt es noch spezielle Bürsten zur Reinigung der Zahnzwischenräume, Mundduschen, Mundwässer, Zungenreiniger, Zahnstocher, Kaugummis und Zahnaufheller. Angeboten werden auch Plaquetest-Tabletten, mit denen Zahnbelag sichtbar gemacht werden kann. Im Folgenden wird auf den wichtigsten Pflegebedarf eingegangen.
Zähne putzen
Die Zahnpasta soll in ihrer Zusammensetzung den individuellen Bedürfnissen entsprechen. Neben Substanzen für die chemische und mechanische Reinigung und Aromastoffen enthalten Zahnpasten verschiedenste Zusätze. Wichtig ist ein Zusatz von Fluorid, das den Zahnschmelz härtet, dessen Widerstandsfähigkeit erhöht und Karies vorbeugt. Bei Neigung zu Parodontitis können schützende Substanzen, wie Vitamine, Extrakte von Heilkräutern, Allantoin und Aluminiumlactat, eingesetzt werden. Für besondere Zwecke sind antibakterielle Wirkstoffe in unterschiedlichen Konzentrationen beigemengt. Ähnliche Zusätze gibt es auch in verschiedenen Mundspülungen. Informationen über Wirkung und Einsatzbereich dieser Substanzen gibt es in der Apotheke.
Zur Reinigung der Zahnzwischenräume sollte, insbesondere bei engem Zahnstand, mindestens zwei- bis dreimal pro Woche Zahnseide verwendet werden. Diese gibt es gewachst, ungewachst oder fluoridhältig sowie in Kunststoffhaltern zur Erleichterung der Handhabung. Die Zahnseide wird auf den seitlichen Zahnflächen auf und ab bewegt. Mögliche Alternativen sind eine richtig eingesetzte Munddusche, Interdentalbürsten und spezielle Zahnstocher. Für Kinder und für die Pflege der "Dritten" gibt es spezielle Produkte. Mundhygiene sollte mit dem ersten Zahn beginnen und nie aufhören. Auch bei der Betreuung von Pflegepatienten kann eine gewissenhafte Mundhygiene viel zu deren Wohlbefinden beitragen. |
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