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WarzenWarzen sind lokal begrenzte Auswüchse der obersten Hautschicht (Epidermis). Sie werden durch Infektion mit einem Virus der Papilloma-Gruppe verursacht. Die Ansteckung erfolgt meist durch Haut-zu-Haut-Kontakt, aber auch durch indirekten Kontakt (z.B. beim Barfußgehen). Eine leichte Vorschädigung der Haut oder eine Abwehrschwäche begünstigt die Infektion. Meist treten Warzen an Händen und Füßen und an den Genitalien auf. Die Inkubationszeit, d.i. die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der Warze, kann 1 bis 6 Monate oder länger dauern. Die gemeine Warze ist gewöhnlich hautfarben, fühlt sich rauh an und zeigt Blutgefäße in Form von schwarzen Punkten. Fußwarzen sitzen meist an der Fußsohle. Sie werden durch die Belastung beim Gehen wie ein Fremdkörper tief in die Haut eingearbeitet ("Dornwarzen") und können beträchtliche Schmerzen verursachen. Daneben gibt es noch flache Warzen, die kleiner und glatter sind. Sie können in großer Zahl z.B. im Gesicht oder an den Beinen (als Folge eine Schädigung beim Rasieren) auftreten und werden manchmal mit Mitessern verwechselt. Behandlung von Warzen Warzen verschwinden meist von selbst wieder, auch ohne Behandlung. Je nach Alter der befallenen Person dauert das mehrere Monate bis zu zwei Jahren, bei Fußwarzen oft länger. Eine Behandlung von Warzen ist zu empfehlen, wenn sie schmerzen oder als störend empfunden werden oder wenn sie sich rasch vermehren. Ziel muß es sein, daß die Warzen vollständig verschwinden, nicht wieder auftreten und die Behandlung keine Narben verursacht. Zur Entfernung von Warzen werden sehr unterschiedliche Verfahren eingesetzt. Ob die Warze nachwächst, hängt jedoch von der Immunitätslage des Körpers ab. Die mildesten in Apotheken erhältlichen Warzenbehandlungsmittel enthalten meist mehrere Wirkstoffe, darunter fast immer Salicylsäure. Die Behandlung bewirkt eine Auflösung der Hornhaut und vermutlich auch eine Immunantwort. Die Erfolgsrate ist zufriedenstellend, doch muß mit mehreren Wochen Behandlungsdauer gerechnet werden. Dieses Verfahren wird vielfach auch als Vorbereitung für andere Maßnahmen eingesetzt. Schneller, aber aggressiver wirken Mittel zur Verätzung, also Zerstörung und Abstoßung des Warzengewebes. Dabei ist auf guten Schutz des umgebenden Gewebes zu achten. Schmerzen sind nicht ganz auszuschließen. Auch eine Behandlung durch lokale Kälteeinwirkung kann die Warze zerstören und wird gelegentlich in Verbindung mit einer auflösenden Behandlung angewandt. Bei sehr starker Kälteanwendung (mit flüssigem Stickstoff) kann es zu schmerzhaften Umgebungsreaktionen kommen. Weitere Methoden, die dem Arzt vorbehalten sein sollten, sind eine operative Enfernung, Laserbehandlung bzw. ein Wegbrennen von Warzen. Diese Verfahren werden nur in besonderen Fällen angewandt, da eine Narbenbildung nicht ausgeschlossen werden kann. Dabei ist eine lokale Betäubung erforderlich. Gelegentlich kommt auch eine Medikation mit sogenannten Immunstimulatoren, Zytostatika oder antiviralen Mitteln zum Einsatz. Eine Warzenbehandlung mit lokaler Aufbringung einer photosensibilisierenden Substanz und anschließender Bestrahlung, die über eine phototoxische Reaktion zur Gewebezerstörung führt, wird in der Literatur als erfolgversprechend beschrieben, findet bei uns aber noch kaum Anwendung. Nach einem Impfstoff gegen die Warzen auslösenden Viren wird seit langem geforscht. Noch liegt aber kein zufriedenstellendes Ergebnis vor. Als alternative Wege zur Warzenbehandlung werden seit langem Suggestion bzw. Hypnose eingesetzt. Gewisse Erfolge sind nicht auszuschließen, mit wissenschaftlichen Methoden jedoch nicht überprüfbar. Dasselbe gilt für die Anwendung von homöopathischen Mitteln. Vorbeugung
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