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Richtiger Sonnenschutz
Sonnenschutz ist notwendig, um die Haut nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor vorzeitiger Alterung und der Bildung von Tumoren zu schützen. Die verschiedenen Wellenlängenbereiche des Sonnenlichtes haben unterschiedliche Wirkungen:
- Sichtbares Licht: führt kaum zu Hautschäden.
- Ultraviolett-B-Strahlung (UV-B): Vitamin-D-Bildung und verzögerte Hautpigmentierung (Bräunung). Bei zu starker Aussetzung kommt es zum Sonnenbrand.
- Ultraviolett A-Strahlung (UV-A): sofortige und verzögerte Pigmentierung. UV-A dringt tiefer in die Haut ein und kann krankhafte Lichtreaktionen hervorrufen.
- Infrarot-Strahlung (IR) - Wärmeenergie: Erweiterung der Blutgefäße, Erwärmung des Körpers. Bei zu starker Aussetzung kann es zu Sonnenstich oder Hitzschlag kommen.
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"Frau mit Sonnenschirm"
Monet - 1875
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Die Empfindlichkeit gegenüber dem Sonnenlicht wird durch den Hauttyp bestimmt. Eine bereits bestehende Bräunung stellt einen gewissen Schutz dar.
Der sicherste Sonnenschutz ist das Meiden der direkten Sonne. Generell wird das um die Mittagszeit ("wenn der Schatten einer Person kürzer ist als sie selbst") empfohlen. Einen guten Schutz gegen die Sonnenexposition erreicht man auf einfache Weise durch eine möglichst lichtundurchlässige Kleidung und Kopfbedeckung. Sonnenschutzpräparate sollten nur ergänzend verwendet werden, keinesfalls aber zu einer verlängerten Sonnenexposition verleiten. Wenn Sie auf modische Sonnenbräune nicht verzichten wollen, nehmen Sie sich in jedem Fall Zeit für eine langsame Gewöhnung der Haut und wählen Sie ein geeignetes Sonnenschutzmittel hoher Qualität. Fachlich fundierte Beratung und eine gute Auswahl hervorragend abgestimmter Produkte erhalten Sie in unserer Apotheke.
Wie wirken Sonnenschutzmittel?
Die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln hängt von der Art und Menge ihrer Inhaltsstoffe ab. Die im Handel erhältlichen Produkte enthalten eine Vielzahl von chemischen und/oder physikalischen Schutzstoffen und sind teilweise auch auf verschiedene Hauttypen abgestimmt. Wie bei Kosmetika üblich, können in Sonnenschutzmitteln auch Duftstoffe, Konservierungsmittel, Antioxidatien und Emulgatoren enthalten sein, die bei manchen Menschen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen können. Bei krankhaft gesteigerten Lichtreaktionen und Pigmentstörungen werden spezielle Schutzpräparate eingesetzt bzw. nach ärztlicher Rezeptur zubereitet.
Moderne Sonnenschutzpräparate nutzen die mit natürlichen Sonnenschutzmitteln und -methoden gewonnenen Erkenntnisse. Als physikalische Schutzstoffe werden vermehrt anorganische Mikropigmente eingesetzt, die die UV-Strahlen streuen, reflektieren und absorbieren, ohne daß sie tiefer in die Haut eindringen und Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen. Chemische UV-Filter werden so kombiniert, daß sie in möglichst geringen Mengen ein möglichst breites Strahlenspektrum abdecken und die geforderte Stabilität gegen photochemische Umwandlungen bieten.
Sonnenschutzfaktor (SSF):
Der SSF ist jeweils auf der Packung angegeben und reicht heute von 1 bis 30. Faktor 30 gilt als Sonnenblocker ("sunblocker"). Der Faktor gibt an, um wie viel länger man sich mit Sonnenschutzmittel in der Sonne aufhalten kann als ohne Schutz (ergänze: bis die Schwelle zum Sonnenbrand erreicht ist!). Ungeschützte Haut kann sich je nach Hauttyp 10-20 Minuten selbst schützen. SSF 15 würde also bedeuten, daß die Wirkung der UV-Strahlung mit Schutz nach 2 1/2 bis 5 Stunden Sonnenaufenthalt dieselbe ist wie bei einem Aufenthalt von ungefähr einer Viertelstunde ohne Schutz. Das entspricht jedoch nicht der Realität, denn erstens verwendet der Verbraucher meist weniger Sonnenschutzmittel als vom Hersteller vorgesehen und zweitens sagt der SSF nichts aus über den UV-A-Schutz, der derzeit noch nicht ganz eindeutig zu beurteilen ist. Ein stundenlanges Sonnenbad ist jedenfalls auch mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem SSF nicht zu empfehlen.
Auswahl von Sonnenschutzmitteln:
Gute Produkte zeichnen sich aus durch hohe Sonnenschutzfaktoren im UV-B-Bereich, schützen im UV-A-Bereich und sind gegenüber UV-Strahlen stabil. Sie haben einen geringen Anteil an chemischen UV-Filtern und einen höheren Anteil an Mikropigmenten und sind wasserresistent. Bei Präparaten für sehr empfindliche Haut wird auf Substanzen, die allergen oder irritierend wirken könnten, wie chemische UV-Filter, Duftstoffe, Konservierungsmittel und Emulgatoren, überhaupt verzichtet. Wasserresistenz ist eine besonders für Kinder und Sportler wertvolle Produkteigenschaft. Dagegen ist eine Wasser-in-Öl-Grundlage für die Anwendung im Winter von Vorteil, da die Haut damit weniger leicht austrocknet. Je nach Vorliebe kann für den Sonnenschutz eine Creme, Lotion (Milch) oder ein Spray verwendet werden. Zu beachten ist, daß alle Mittel, auch Sprays, auf der Haut gründlich eingerieben werden müssen. Alle Sonnenschutzpräparate tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Angebrochene Mittel können bis zu diesem Datum verwendet werden, wenn sie nicht ranzig riechen, sich nicht in ölige und wäßrige Bestandteile getrennt haben und sich gut verteilen lassen.
Tipps für den Sonnenschutz:
- Direkte Sonne bzw. UV-Strahlung, besonders in der Mittagszeit, meiden
- Haut durch passende Kleidung und/oder durch Sonnenschutzmittel schützen
- Augen durch gute Sonnenbrillen schützen
- Haut langsam an die Sonne gewöhnen
- Sonnenschutzfaktor und Dauer der Sonnenexposition dem Hauttyp anpassen
- Sonnenschutzmittel 20 bis 30 Minuten vor der Sonnenexposition auftragen
- Nach dem Baden auch "wasserfeste" Sonnenschutzmittel erneut anwenden
- Kinder unter 5 Jahren und ganz besonders Säuglinge vor Sonne schützen (Sonnenbrand in diesem Alter erhöht das Hautkrebsrisiko)
- Beachten Sie, daß bestimmte Medikamente (z.B. Antibiotika oder Antidepressiva) die Haut lichtempfindlicher machen oder lichtbedingte Allergien auslösen können
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