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Rheuma"Rheuma" ist ein allgemeiner Ausdruck für akute oder chronische Erkrankungen, die mit einer Entzündung einhergehen und die zu wunden, steifen Muskeln und Schmerzen in einem oder mehreren Gelenken und angrenzenden Gewebsbereichen führen. Die Bezeichnung "Rheuma" schließt eine Vielzahl von Erkrankungen ein, deren Ursachen und Folgen sehr unterschiedlich sind und die vielfach auch unterschiedliche Behandlungsmethoden verlangen. Als eine der Ursachen gilt eine Fehlfunktion des Immunsystems, bei der entzündungsauslösende Botenstoffe körpereigene Immunzellen aktivieren, die das Gewebe angreifen. Von rheumatischen Erkrankungen können die Gewebsstrukturen fast aller Organe im Körper erfaßt werden. Solche Organbeteiligungen können lebensgefährlich sein, sind heute aber mit Medikamenten gut beherrschbar. Die zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen eingesetzten Medikamentengruppen umfassen cortisonfreie Entzündungshemmer, Cortison, langwirksame Antirheumatika ("Basismedikamente") und reine Schmerzmittel. Daneben gibt es noch die sogenannten "biologischen Therapien". Arthritis ("Gelenksentzündung") ist eine der unter den Oberbegriff "Rheuma" zusammengefaßten Erkrankungen. Sie kann durch rheumatisches Fieber, Trauma oder eine degenerative Gelenkserkrankung bedingt sein. Die Symptome einer Arthritis können plötzlich oder allmählich auftreten. Chronische Symptome sind: brennende oder ziehende Schmerzen, Steifheit und Verformung eines oder mehrerer Gelenke. Es gibt verschiedene Formen von Arthritis. Am häufigsten treten Osteoarthritis und rheumatoide Arthritis auf. Bei der Osteoarthritis handelt es sich um eine altersbedingte, degenerative Gelenkserkrankung. Sie ist eine Folge des Abbaus der Knorpelmasse an den Knochenenden und Erschlaffung von Sehnen, Bindegeweben und Muskeln und äußert sich gewöhnlich durch Schmerz verbunden mit wenig oder keiner Schwellung. Osteoarthritis tritt in manchen Familien vermehrt auf und befällt etwa dreimal mehr Frauen als Männer. Formen der rheumatoiden Arthritis, die auch sehr junge Menschen erleiden können, befallen die Knorpelgewebe in und rund um die Gelenke. Oft wird auch die Knochenoberfläche zerstört. Der Körper ersetzt das geschädigte Gewebe durch Narbengewebe, das die Gelenkszwischenräume verengen, Falten bilden und Verwachsungen bilden kann. Rheumatoide Arthritis kann begleitet sein von Versteifungen, Schwellungen, Müdigkeit, Anämie, Gewichtsverlust, Fieber und lähmenden Schmerzen.
Die Abklärung und medikamentöse Behandlung von rheumatischen Erkrankungen gehört unbedingt in die Hand des Arztes. Naturheilkundliches Denken und (Be)Handeln nehmen dennoch einen wichtigen Platz bei der Vorbeugung und begleitenden Therapie von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises ein. Der Ernährung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die wichtigsten Gesichtspunkte sind:
Präparate zur Nahrungsergänzung liefern einen hohen Anteil an solchen Fettsäuren, die die schädliche Wirkung bestimmter anderer Fettsäuren tierischer Herkunft "neutralisieren" (z.B. Fischöl oder bestimmte Samenöle, wie Nachtkerze, Borretsch oder Hanf) oder dienen der Zuführung von Aufbaustoffen für Knorpel und Bindegewebe (Chondroitin, Glucosamin, Kollagen...). Rheumasalben, Rheumapflaster und medizinische Rheumabäder enthalten ätherische Öle und andere Wirkstoffe, die die Durchblutung auch der tieferen Muskelschichten fördern, schmerzlindernd und entspannend wirken. Kälteanwendungen helfen bei akuten Entzündungen, warme Wasseranwendungen wirken schmerzlindernd, Wechselbäder können zur Durchblutungsförderung eingesetzt werden. Körperliche Aktivität ist unerläßlich. Gezieltes Training fördert ebenfalls die Durchblutung, hilft bei Linderung der Schmerzen und erhält die Beweglichkeit der Gelenke. Beratung, insbesondere auch fachlich fundierte Ernährungsberatung, erhalten Sie in der Apotheke. |
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