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Neuer Impfplan

Seit März 2001 gibt es einen neuen österreichischen Impfplan.
(Update 2003)

ALLGEMEIN EMPFOHLENE IMPFUNGEN:
1. Lebensjahr:

  • 3 Teilimpfungen gegen:
    Diphtherie
    Tetanus (Wundstarrkrampf)
    Pertussis (Keuchhusten)
    Poliomyelitis (Kinderlähmung)
    Haemophilus influenzae b
    Hepatitis B
    Die Impfungen werden im 3., 4. und 5. Lebensmonat durchgeführt.
    Seit heuer steht ein Sechsfachimpfstoff zur Verfügung - ein einziger Stich schützt gegen sechs Krankheiten!
2. Lebensjahr:
  • 4. Teilimpfung gegen die oben angeführten Krankheiten (15.-18. Lebensmonat)
  • Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln
    (ab dem 14. Lebensmonat, Kombinationsimpfstoff)
7. Lebensjahr:
  • Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Poliomyelitis
  • 2. Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln
13. Lebensjahr:
  • Impfung gegen Hepatitis B
  • Mädchen: Impfung gegen Röteln
14. -15. Lebensjahr:
  • Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Poliomyelitis
!!! Alle diese Impfungen von der Geburt bis zum Ende der Schulpflicht sind kostenlos !!!

Jugendliche und Erwachsene:
  • Auffrischungsimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Poliomyelitis alle 10 Jahre

SPEZIELLE IMPFUNGEN
sind Impfungen für Personen, bei denen entweder ein besonders schwerer Krankheitsverlauf zu erwarten ist oder für Personen, die einem erhöhten Erkrankungsrisiko ausgesetzt sind.

  1. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis):
    Die Impfung gegen die durch Zeckenstich übertragbare Gehirnhautentzündung wird in Österreich allen Menschen empfohlen, die sich in der freien Natur aufhalten.
    Die Impfung besteht aus 3 Teilimpfungen (1. und 2. innerhalb von 14 Tagen bis 3 Monaten, 3. Teilimpfung 9 bis 12 Monate nach der 2.).
    Die Impfung kann ab dem vollendeten 1. Lebensjahr durchgeführt werden.
    Auffrischungsimpfungen sollen alle 3 Jahre erfolgen.

  2. Andere:
    Impfungen gegen:
    Influenza (Grippe)
    Hepatitis A
    Hepatitis B
    Pneumokokken
    Meningokokken
    Tollwut
    Varizellen (Windpocken)
    Röteln
    Tuberkulose (BCG)
    Ob Sie eine dieser Impfungen durchführen lassen sollten, erfahren Sie in Ihrer Apotheke oder bei Ihrem Arzt.

REISEIMPFUNGEN:
Wenn Sie eine Reise außerhalb Westeuropas planen, informieren Sie sich rechtzeitig über eventuell erforderliche Impfungen für Ihr Reiseziel.
Impfungen gegen Gelbfieber, Hepatitis A/B, Typhus, Cholera, Japan B Enzephalitis, Poliomyelitis, Diphtherie, Tetanus oder Meningokokken sowie eine Prophylaxe gegen Malaria könnten notwendig sein.
!!! In Ihrer Apotheke erhalten Sie gerne einen kostenlosen Ausdruck mit allen Informationen über Ihr Reiseziel !!!

WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA IMPFEN:

  1. Auffrischungsimpfung vergessen:
    Macht nichts!! Holen Sie die vergessene Impfung so schnell wie möglich nach. 1 Stich genügt, und Sie sind wieder geschützt. Sie müssen nicht noch einmal alle Teilimpfungen über sich ergehen lassen.

  2. Schwangerschaft und Stillzeit:
    Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, lassen Sie am besten vorher alle notwendigen Impfungen durchführen. Lassen Sie auch überprüfen, ob Sie gegen Röteln und Varizellen (Windpocken) ausreichend geschützt sind.
    Während der Schwangerschaft können alle Impfungen mit sogenannten Totimpfstoffen im 2. und 3. Trimenon (4.-9. Schwangerschaftsmonat) durchgeführt werden.
    Impfungen mit Lebendimpfstoffen (Masern, Mumps, Röteln, Varizellen, Typhus (oral), Cholera (oral), Gelbfieber) dürfen während der Schwangerschaft nicht oder nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden.
    In der Stillperiode sind alle Impfungen möglich.

  3. Wann darf nicht geimpft werden:
    • Wenn Sie an einer akuten Infektion leiden, darf keine Impfung durchgeführt werden. Bei banalen Infekten (Schnupfen) kann trotzdem geimpft werden.
    • Schwangerschaft >> siehe oben
    • Bei Unverträglichkeit gegen einen Inhaltsstoff des Impfstoffes
    • Bei angeborenen oder erworbenen Immundefekten und Störungen des Immunsystems sind genaue Informationen (ev. von Fachinstitutionen) einzuholen.

  4. Das Impfen:
    • Keine Angst! Der Schmerz beim Impfen dauert nur Sekunden!
    • Am Tag der Impfung sollten Sie körperliche Anstrengungen und Vollbäder meiden.

Impfplan 2003

Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge. Trotz prinzipieller Bereitschaft zur Eigenverantwortung ist ein großer Teil der erwachsenen Bevölkerung nicht (mehr) ausreichend geschützt. Die Gründe dafür liegen vielfach in einem mangelnden Risikobewußtsein, aber auch in der bisherigen Unübersichtlichkeit der einzuhaltenden Impfabstände sowie irrtümlichen Ansichten über "Impfhindernisse".

Neu gegenüber den an dieser Stelle im März 2001 behandelten Impfempfehlungen ist ein verstärktes Augenmerk auf Kinderkrankheiten bei Erwachsenen, insbesondere auch Keuchhusten (Pertussis). Ein Schutz ist wichtig, weil mit zunehmendem Alter das Immunsystem schwächer reagiert und Infektionen daher einen schwereren Verlauf nehmen. Dazu kommt, daß manche Erwachsene im Kindesalter nicht oder nur teilweise geimpft worden sind.

Alle 10 Jahre eine Auffrischungsimpfung ab dem 25. Lebensjahr empfiehlt der neue Impfkalender für Erwachsene. Wesentlich vereinfacht wird die Abwicklung mit den ab Mitte 2003 erhältlichen neuen Mehrfachimpfstoffen gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Poliomyelitis. Besonders ab dem 60. Lebensjahr empfiehlt sich zusätzlich ein Impfschutz gegen Pneumokokken und - jährlich - eine Influenza-Impfung.

An speziellen Impfungen werden eine Hepatitis-A-Impfung alle 10 Jahre und eine FSME-Impfung alle 3 Jahre nach erfolgter Grundimmunisierung geraten. Weitere Impfungempfehlungen gelten bei Reisen und besonderen Indikationen.

Impfhindernisse liegen weitaus seltener vor, als allgemein angenommen wird. "Entwarnung" bei vielen irrtümlicherweise als Kontraindikation angesehenen Umständen kommt von niemand geringerem als der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Ausführliche Informationen zum Thema IMPFEN erhalten Sie jederzeit kostenlos in Ihrer Apotheke und finden Sie unter http://www.gesundheit.bmsg.gv.at (>> Gesundheit >> Impfwesen).

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