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Mundgeruch

Author:   Mag. Kurt Lillie  
Posted: 9/13/03; 11:30:09 AM
Topic: Mundgeruch
Msg #: 287 (Erste Nachricht zum Thema)
Prev/Next: 286/288
Reads: 14019

Bild: Leipold Frohsinn:
*)
    Mundgeruch kann für die Betroffenen und ihre Mitmenschen zur Qual werden. Er entsteht durch Zersetzung von Speiseresten oder körpereigenen Zellen unter Bildung von Schwefelverbindungen, Ammoniak, Azeton und anderen Gasen. "Harmlose" Verursacher für kurzzeitigen Mundgeruch können Speisen (z.B. Knoblauch), Getränke (Alkohol) und Rauchen sein.

Bei anhaltenden Problemen mit Mundgeruch sind die Ursachen vor allem im Mund selbst und zu einem geringen Prozentsatz im übrigen Bereich der Atemwege (Entzündungen von Rachen, Mandeln und Nasennebenhöhlen, chronische Bronchitis und Lungenentzündung) zu suchen. In seltenen Fällen kann eine Allgemeinerkrankung (wie Diabetes, Funktionsstörungen von Leber und Nieren, Reizmagen, Gastritis und Reflux) üblen Mundgeruch auslösen. Schlechter Atem entsteht auch bei Austrocknung der Mundschleimhaut, etwa durch Schlafen mit offenem Mund und Schnarchen. Der Speichelfluß kann auch bei Einnahme bestimmter Medikamente oder durch Rauchen, Alkohol und Kaffee vermindert werden. Durch den veränderten Stoffwechsel bei langem Fasten kann ebenfalls übler Mundgeruch (Azeton) entstehen.

Was Sie tun können

  • Schaffen Sie die Voraussetzung für eine gute Mundhygiene durch ein gesundes (saniertes) Gebiß und Zahnfleisch bzw. eine gut angepaßte Zahnprothese.
  • Pflegen Sie Ihre Zähne, auch Ihre "Dritten", gründlich und mit geeigneten Produkten. Bei Zungenbelag die Zungenoberfläche beim Zähneputzen gleich mit reinigen (von hinten nach vorne). Bei der Reinigung der Zahnzwischenräume helfen Zahnseide, Interdentalbürsten und Mundduschen. Auch der maßvolle Einsatz eines geeigneten antiseptischen Mundwassers kann hilfreich sein. Manche Produkte greifen jedoch die physiologische Mundflora an und sollten gemieden werden.
  • Sorgen Sie für guten Speichelfluß durch gutes Kauen, essen Sie viel frisches Obst und Gemüse und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
  • Pastillen und Kaugummis (z.B. mit Pfefferminz, Cardamom oder mediterranen Ölen) fördern die Speichelbildung, überdecken den üblen Atem und bekämpfen die Entstehung von Mundgeruch.
  • Präparate mit Chlorophyll oder Aktivsauerstoff (z.B. Wasserstoffperoxid) binden die Geruchsstoffe.

Ihre Apotheke berät Sie gerne zu allen Fragen der Mundhygiene.

Wann zum Arzt?
Bei hartnäckigem Mundgeruch trotz konsequenter Mundhygiene ist, insbesondere wenn noch andere Beschwerden bestehen, eine gründliche ärztliche Untersuchung notwendig.

*) Das einleitende Bild dieses Artikels heißt "Frohsinn" und ist von Johanna Leipold.

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