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Grippe und grippalen Infekten vorbeugen

Author:   Mag. Kurt Lillie  
Posted: 9/11/01; 7:35:13 AM
Topic: Grippe und grippalen Infekten vorbeugen
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roter Sonnenhut:

In der kalten Jahreszeit und Heizperiode kommt es vermehrt zu Erkältungen, den sogenannten grippalen Infekten, und mitunter auch zu einer Grippeerkrankung, Influenza genannt.

Gegen die echte Grippe, die durch ganz bestimmte Viren verursacht wird, gibt es wirksame und gut verträgliche Impfungen. Die Impfung sollte rechtzeitig vorgenommen werden - bevor die Erregerviren sich in unserem Gebiet ausbreiten und solange Sie gesund und nicht etwa durch eine Erkältung gesundheitlich bereits beeinträchtigt sind. Mehr darüber erfahren Sie in der Apotheke.

Auch eine Erkältung wird meist von Viren verursacht. Da für die Krankheit mehr als 200 Schnupfenviren verantwortlich sind, die praktisch überall vorkommen, ist eine Impfung gegen die Erkältung nicht möglich. Antibiotika helfen nur gegen bakterielle Infektionen. Daher hilft nur ein leistungsfähiges Immunsystem, um einer Erkältung vorzubeugen bzw. um sie zu besiegen. Natürlich können verschiedene Mittel zur Linderung der Symptome beitragen.

Die erste Barriere in der Abwehr von Krankheitserregern sind die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen. Dazu müssen die Schleimhäute ausreichend feucht und gut durchblutet sein. Für die Befeuchtung ist eine ausreichende Luftfeuchtigkeit (ca. 70%) wichtig, die bei überheizten Räumen schwer zu erreichen sein wird. Außerdem sollte man mindestens zwei Liter pro Tag trinken. Um die Durchblutung der Schleimhäute zu fördern, sollte man sich warm genug kleiden (warme Füße!). Wird der Körper unterkühlt, drosselt er die Durchblutung. Zweckmäßig gekleidet, sollte man jede Gelegenheit zu Aktivitäten im Freien nutzen. Wechselduschen am Morgen (mit Kaltdusche abschließen!), Saunabesuche und Kneippsche Anwendungen sind bewährte und in medizinischen Studien erprobte Mittel zur Abhärtung. Auch Inhalationen sind ein gutes Mittel, um einer Infektion vorzubeugen. Die durchblutungsfördernde Wirkung des Wasserdampfs wird durch ätherische Öle (z.B. Pfefferminze, Thymian oder Salbei) verstärkt. Eine ähnliche Wirkung wie Inhalationen zeigen - bei wesentlich einfacherer Anwendung - die in der Apotheke erhältlichen Meersalz-Sprays. Empfohlen werden zudem Mikrogele zum Schutz der Schleimhäute.

Ein gut funktionierendes Immunsystem benötigt Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge. Dies erreicht man durch eine ausgewogene Mischkost mit viel Obst und Gemüse. Besteht das Risiko für einen Nährstoffmangel, ist es zu empfehlen, die Defizite mit einem Präparat aus der Apotheke zu decken.

Ein gut funktionierendes Immunsystem setzt eine Vielzahl von Substanzen frei, die Viren und Bakterien abtöten. Die Aktivität der betreffenden Zellen unseres Blutes läßt sich durch die Einnahme von Immunmodulatoren verstärken. Immunmodulatoren sind Arzneipflanzen wie Sonnenhut (Echinacea) oder wilder Indigo (Baptisia), der Lebensbaum (Thuja) und Wasserhanf (Eupatorium).

Bei manchen Menschen wird durch den jahreszeitlichen Klimawechsel nicht nur das Immunsystem angegriffen, sondern der ganze Organismus wird durch die Veränderungen beeinträchtigt. Hier kann die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit durch sogenannte Adaptogene, deren bekannteste Vertreter der aus Ostasien stammende Ginseng und die russische Taigawurzel (Eleutherococcus) sind, gefördert werden.

Präparate mit einem entsprechend hohen Gehalt an Immunmodulatoren und Adaptogenen erhalten Sie in der Apotheke. Sie entfalten ihre Wirksamkeit bei kurmäßiger Anwendung, die man nicht länger als über den vom Hersteller empfohlenen Zeitraum durchführen sollte.

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